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Gebietsbeschreibung:

Unterschiedliche Biotope an der Dreisam, den umliegenden Wiesen, Streuobstwiesen und im Wald

Nachricht

Freiburger GEO-Tag der Artenvielfalt begeistert Jung und Alt

Emsiges Treiben herrschte am Samstag, den 13. Juni von früh bis spät rund um die Sandfangbrücke im Freiburger Stadtteil Waldsee: weiter

Mehr als 500 Menschen waren zum diesjährigen "GEO-Tag der Artenvielfalt" gekommen, um bei guter Laune und Sonnenschein die vielfältige Natur zwischen Hirzberg, Dreisamwiesen und Ottilienwald unter die Lupe zu nehmen.

Der allseits beliebte Aktionstag wurde aus Mitteln der „Stiftung Naturschutzfonds“ des Landes Baden-Württemberg gefördert. Zu seiner Vorbereitung hatten sich im Vorfeld 12 lokale Naturschutzverbände und -initiativen sowie zwei Ämter der Stadt Freiburg und das Ökomobil des Regierungspräsidiums zum "Freiburger Netzwerk der Artenvielfalt" zusammengeschlossen. Nach einer ersten Schätzung der insgesamt 37 Exkursionsleiter und Standbetreuer wurden dabei über 450 Arten gefunden.

Für das Freiburger Netwerk Artenvielfalt unterstrich der Vorsitzende der Freiburger NABU-Gruppe, Dirk Niethammer, die Bedeutung dieses Aktionstags, der in Freiburg schon Tradition habe. Dieter Wörner, Leiter des Umweltschutzamts der Stadt Freiburg, betonte in seiner Ansprache, dass man bemüht sei, die Zusammenarbeit zwischen Stadt und Naturschutzverbänden auch weiterhin auszubauen und zu verbessern. Musikalisch umrahmt wurden die beiden Grußworte von der Bläsergruppe der Jägervereinigung Freiburg.

Zuvor hatten bereits um 7.00 Uhr 13 Vogelfreunde gemeinsam mit Josef Ruf vom NABU den morgendlichen Vogelstimmen an der Dreisam und im Ottilienwald gelauscht. Dabei wurden rund 30 Arten festgestellt, darunter auch die Gebirgsstelze und der Kleinspecht. Von 9 bis 17 Uhr konnte sich die interessierte Bevölkerung dann an mehreren Info-Ständen über die heimische Tier- und Pflanzenwelt informieren; außerdem wurden zahlreiche weitere Exkursionen zu einzelnen Lebensräumen und Artengruppen angeboten.

Schwer zu bestimmende Insekten standen dabei ebenso auf dem Programm wie die Gehölze des Freiburger Stadtwalds: Unter Leitung von Revierförster Dieter Thoma vom Forstamt Freiburg erkundeten 20 Personen den Ottilien- und Schlossbergwald – unter ihnen auch etliche Kinder, für die bereits am Vormittag eine eigene Exkursion angeboten worden war. Viele der teilnehmenden Familien waren im Übrigen ganz spontan auf den Tag der Artenvielfalt gestoßen: „Wir sind zufällig mit dem Rad vorbeigekommen und haben uns gleich zum Mitmachen entschlossen, als wir gesehen haben, was da los war“, sagte zum Beispiel Familienvater Tobias Müller. Während sich seine Tochter Anna (7) an den Mikroskopen im Ökomobil des Regierungspräsidiums versuchte, ließen sich seine beiden älteren Söhne Kevin und Max am Stand der Jägervereinigung Freiburg die Unterschiede zwischen Hermelin, Mauswiesel und Marder erklären.

Sehr beliebt war bei den jüngeren Teilnehmerinnen und Teilnehmern auch die von den Freiburger Bachpaten angebotene Untersuchung der Dreisam, an der außerdem eine Gruppe Studierender der Pädagogischen Hochschule teilnahm. „Die Verbindung von Umweltbildung mit einer Bestandsaufnahme der Arten ist eine super Idee“, meinte dann auch die 23-jährige Studentin Katja Steiniger, die mit ihrer Studienkollegin Julia Simonis (27) unter anderem viele Steinfliegenlarven in der Dreisam fand – was auf eine sehr gute Wasserqualität schließen lässt.

Stark nachgefragt waren auch die beiden den Tag abschließenden Abendexkursionen: Rund 60 Neugierige fanden sich gegen 22 Uhr an der Sandfangbrücke ein, um Zwergfledermäuse mit Hilfe von Ultraschall-Geräten aufzuspüren und Nachtfalter an einer Kunstlichtquelle zu beobachten. „Das macht jedes Jahr wieder aufs Neue Spaß“, betonte zum Beispiel der angehende Biologie-Lehrer Nicolai Stoycheff, der den Aktionstag inzwischen regelmäßig besucht. Bei der Bestimmung der „dicken Brummer“ fand er mit Hilfe des Schmetterlings-Spezialisten Klaus Rennwald vom Freiburger Entomologischen Arbeitskreis (FREAK) auch seltenere Arten, zum Beispiel das Weißfleck-Widderchen.

Treffpunkt für alle Exkursionen war immer das Ökomobil an der Sandfangbrücke. Zur näheren Info gab es einen Flyer mit dem Exkursionsprogramm

Die Exkursionen im Überblick:
07:00-08:30     Uhr Vogelexkursion mit J. Ruf, NABU    
09:00-17:00     Uhr Ökomobil: Verschiedene Angebote im Ökomobil über den Tag verteilt.
09:00-11:00     Uhr Familienexkursion mit G. Friederich, NAJU
09:00-11:00     Uhr: Käfersuche mit W. Pankow, FREAK   
09:00-11:00     Uhr Streuobst Hirzberg mit K. Hemmann, UWSA    
10:00-11:00     Uhr Tiere und Pflanzen fotografieren mit S. Jelinek, nafoku
11:00-11:30     Uhr Begrüßung durch das Netzwerk Artenvielfalt und die Stadt Freiburg
12:00-13:00     Uhr Gewässeruntersuchung mit dem Bachpatenmobil "Wasserfloh"
12:00-13:00     Uhr Gehölzbestimmungen mit S. Mattausch, BUND  
12:00-13:00     Uhr Streuobst Hirzberg mit K. Hemmann, UWSA
13:00-14:30     Uhr Botanikexkursion mit K. Rennwald, FREAK    
14:00-16:00     Uhr Käfersuche mit F. Baum, W. Pankow, FREAK   
14:00-15:30     Uhr Waldexkursion mit D. Thoma, FA Freiburg
14:30-16:00     Uhr Insektenvielfalt mit K. Rennwald, FREAK    
15:00-16:00     Uhr Waldvegetation mit A. Hoffmann BUND Freiburg
15:00-16:00     Uhr Gewässeruntersuchung Lebensraum Dreisam
16:00-17:30     Uhr Schmetterlinge mit I. Hegar, NABU  
16:00-17:00     Uhr Libellen mit U. Stephan, Schutzgemeinschaft Libellen       
21:30-23:00     Uhr Fledermäuse mit F. Kretzschmar, AGF
22:00-23:00     Uhr Nachtfalter mit K. Rennwald, FREAK

 

Dokumente

GEO_Tag_Exkursionsangebote_2009.pdfÜbersicht der Exkursionsangebote

Fotos
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Holzbiene (Xylocopa); Foto: H. Hauenstein
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C-Falter (Polygonia c-album) bei der Schmetterlingsexkursion; Foto: N.Becker
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Streuobstexkursion; Foto: N.Becker
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Veranstalter: Ökostation Freiburg

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Freiburger GEO-Tag der Artenvielfalt
bei: Freiburg
Land: Deutschland
Datum: 13.06.2009
Teilnehmerzahl: 520
Ansprechpartner:
Ralf Hufnagel
ralf.hufnagel@oekostation.de
0761-892333

Artenfunde (515)

Verbena officinalis (Gewöhnliches Eisenkraut)
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Verbena officinalis (Gewöhnliches Eisenkraut)
Foto: www.biopix.dk
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